Ein Jahrhundert Farbe, Fortschritt und Familiengeist
FreiLacke blickt auf 100 Jahre Unternehmensgeschichte zurück - geprägt von Kundenfokus, technologischer Entwicklung, Ideen und den Menschen
Wenn Unternehmen ihre Wurzeln feiern, erinnern sie oft an mutige Gründer, entscheidende Wendepunkte und Menschen, die über Generationen hinweg Verantwortung übernehmen. Bei FreiLacke in Döggingen ist all das Teil einer Geschichte, die nun seit 100 Jahren fortgeschrieben wird – und die zeigt, wie eng regionaler Zusammenhalt und internationale Innovationskraft sich verbinden können.
Ein Start in schwierigen Zeiten
1926 legt Emil Frei senior den Grundstein für das, was heute eines der prägenden Industrieunternehmen im Schwarzwald ist. Trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen der Zwischenkriegszeit wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit und baut erst einen Großhandel für Farben und Lacke auf. Seine Erfolgsformel: Gespür für Kundenbedürfnisse, seine Nähe zu den Menschen und sein Wille, Lösungen für Herausforderungen und Anwendungen zu entwickeln, waren der Grundstein für eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Diese Philosophie ist auch 100 Jahre nach der Firmengründung noch tief in der Firmen-DNA verankert und wird in der täglichen Arbeit der mittlerweile über 650 Mitarbeitenden gelebt.
Schon 1927 beginnt er in Döggingen mit der eigenen Produktion – ein mutiger Schritt, der das Wachstum beschleunigt.
Selbst der Zweite Weltkrieg kann die Entwicklung nicht stoppen. 1947 steigen seine drei Söhne mit ein, und die Firma wächst in den Wirtschaftswunderjahren rasant. Neue Hallen entstehen, die Belegschaft wächst, und in den 1960ern setzt die zweite Generation auf neue Technologien wie Pulverlacke, Elektrotauchlacke und glasfaserverstärkte Kunststoffe.
Vom Schwarzwald in die Welt
Bis in die 1990er-Jahre hinein wächst das Unternehmen kontinuierlich. Die dritte Generation übernimmt ab 2003 und setzt klare Schwerpunkte: internationale Ausrichtung, nachhaltige Produktion und eine Kultur des Miteinanders. Tochtergesellschaften in Schweden, England, Russland und China folgen, später auch ein Standort in Mexiko. Disziplinierte Investitionen – etwa in moderne Produktionshallen, ein neues Verwaltungsgebäude oder die Erweiterung der Pulverlackfertigung – machen FreiLacke zu einem global gefragten Anbieter.
Gleichzeitig bleibt das Unternehmen tief in der Region verwurzelt: mit stabilen Arbeitsplätzen, einer Ausbildungsquote von rund zehn Prozent, sozialem Engagement über die Emil-Frei-Stiftung und einer gelebten Firmenkultur, die mehrfach von „Great Place to Work“ ausgezeichnet wurde.
Herausforderungen der Gegenwart
Die Jahre seit 2016 haben FreiLacke, wie viele Mittelständler, vor unerwartete Bewährungsproben gestellt. Die Corona-Pandemie trifft den Familienbetrieb hart: Nachfrageeinbrüche, Rohstoffknappheit und globale Lieferkettenstörungen verlangen maximale Flexibilität. Ein Krisenstab hält den Betrieb mit viel Improvisationsgeist und enger Zusammenarbeit am Laufen. Digitalisierungsschritte wie Homeoffice, virtuelle Ausbildungstage und Online-Kommunikation beschleunigen sich.
Kaum ist die Pandemie überstanden, bringen der Ukraine-Krieg und geopolitische Unsicherheiten neue Belastungen. FreiLacke beweist jedoch Stabilität – dank kurzen Entscheidungswegen, einer loyalen Belegschaft und verlässlichen Kundenbeziehungen.
2026: Ein Mittelständler mit Wurzeln und Flügeln
Heute erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von rund 180 Millionen Euro, mehr als die Hälfte davon im Ausland. Über 650 Mitarbeitende arbeiten am Stammsitz in Döggingen und an internationalen Standorten. Gefragt sind insbesondere die Systemlacklösungen, die FreiLacke zu einem der wenigen Hersteller machen, der alle relevanten Lacktechnologien unter einem Dach entwickelt und die den Begriff als Vorreiter maßgeblich geprägt hat.
Aktuell entsteht ein neues Produkt-Technologie-Center (PTC), das Entwicklung, Anwendungstechnik und Schulungen bündelt. Damit stellt FreiLacke die Weichen für die kommenden Jahrzehnte.
Ein Blick nach vorn: Tradition trifft Innovation
Die nächsten 100 Jahre lassen sich nicht planen – aber FreiLacke hat eine verlässliche Basis. Dazu gehören Innovationskraft, nachhaltiges Handeln, ein breites internationales Netzwerk und der im Schwarzwald tief verwurzelte Familiengeist. Viele Mitarbeitende arbeiten seit Jahrzehnten im Unternehmen, manche in zweiter oder dritter Generation.
Die Geschäftsführer Dr. Rainer Frei und Hans-Peter Frei betonen, dass genau diese Mischung die Zukunftsfähigkeit ausmacht: „Am Ende geht es weder um Technologien noch um Kennzahlen. Es geht um die Menschen. Sie sind der Kern unserer Erfolgsformel – damals wie heute.“
So beginnt pünktlich zum 100. Firmenjubiläum das nächste Kapitel dieser Schwarzwälder Erfolgsgeschichte und mit der neuen Langfristpositionierung 2032, wurden die strategischen Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Und wieder einmal zeigt sich: Die besten Ideen und Lösungen entstehen dort, wo Erfahrung, Mut und Menschen zusammenfinden.
FreiLacke plant im Jubiläumsjahr verschiedenste Aktionen, um soziale Einrichtungen in der Region zu unterstützen und Feiern für seine Belegschaft, deren Familien und Kunden.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Sonderwebseite zum 100-Jährigen Jubiläum:









