Freilacke setzt weiter auf Döggingen

Die Firma Freilacke wird ab Ende des Jahres ihren Standort in Döggingen erweitern und auf rund 5000 Quadratmetern anbauen.

Die Geschäftsführer Rainer und Hans-Peter Frei bekennen sich damit nicht nur zum Bräunlinger Ortsteil, sondern wollen dadurch sowohl auf dem Wirtschaftsmarkt, als auch auf dem Arbeitsmarkt punkten. Die beiden wesentlichen Ziele, die durch die Erweiterung erreicht werden sollen, sind die Beibehaltung des Drei-Schicht-Betriebs und die Verbesserung der Arbeitsplätze für die Angestellten. „Wir werden allerdings bis zur Fertigstellung des Anbaus aufgrund der Auftragslage in vier Schichten arbeiten müssen. Das bedeutet, wir gehen ins Wochenende rein“, erklärt Rainer Frei und betont im selben Atemzug: „Das ist überhaupt nicht in unserem Sinne. Aber in der Überbrückungszeit geht das nicht anders.“

Hans-Peter Frei sieht die Verbesserung der Arbeitsplätze als elementar wichtig. Einerseits, um den Mitarbeitern ideale Bedingungen zu schaffen, aber auch um am Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber auftreten zu können. „Wer qualifizierte Arbeitskräfte haben möchte, der muss entsprechende Bedingungen bieten können“, sagt Hans-Peter Frei. Dazu zählt die Minimierung jeglicher Emissionen, wie Staub und Lärm. „Und das nicht nur innerhalb, sondern insbesondere was den Lärm betrifft, auch außerhalb der Firmengebäude mit Rücksicht auf die Nachbarn.“

Das Konzept, das die Firma innerhalb einer Projektgruppe von rund 15 Personen seit eineinhalb Jahren plant, wird nach Angaben der beiden Geschäftsführer die Arbeitsabläufe optimieren. So werden im Neubau die Arbeitsplätze so ausgerichtet, dass der Materialfluss verbessert wird. „Wir bauen nicht nur eine Halle, in die anschließend Maschinen gestellt werden. Hier werden die Produktionsschritte geplant und die Halle danach ausgerichtet“, sagte Rainer Frei. Die Firma ist bei der Konzeption von einer „Masterplanung“ ausgegangen. Unter Einbezug von Mitarbeitern habe man besprochen, wie die ideale Erweiterung auf einer grünen Wiese aussehen könnte. „Davon ausgehend haben wir dann die neuen Ideen und den Bestand verschmelzen lassen, bis das heutige Konzept herauskam“, erklärte Hans-Peter Frei.

Einfach war die Entscheidung für die Erweiterung des Dögginger Standorts jedoch nicht. „Wir haben den Grundsatz, dass wir alles Mögliche investieren werden, um den Standort zu erhalten“, sagt Rainer Frei. Allerdings müsse man sich dennoch die Frage stellen, ob die Investitionen sinnvoll sind. „Im Moment haben wir rund 42 Prozent Exportquote, allerdings können wir in Döggingen effektiv produzieren und die Unterstützung des Mittelstands in der Region ist auch größer, als anderswo.“ Aus diesem Grund könne man sich ganz klar zum Bräunlinger Ortsteil bekennen. Die Gebäudeerweiterung wird aber auch eine personelle Aufstockung mit sich bringen. „Wir sind derzeit rund 90 Mitarbeiter in der Pulverlackproduktion. Im Zuge des Vier-Schicht-Betriebes werden wir wohl etwa 20 Mitarbeiter einstellen“, sagte Hans-Peter Frei. Sobald die Wochenendproduktion wieder eingestellt werden kann, wird dann wieder im Drei-Schicht-Betrieb produziert. Sofern sich die Auftragslage nicht ändert, habe das aber keinen Einfluss auf die Mitarbeiterzahl.

Der Zeitplan

Seit rund eineinhalb Jahren plant das Unternehmen die Erweiterung. Mitte dieses Jahres will Freilacke den Bauantrag stellen und Ende 2016 mit den Tiefbauarbeiten an den Parkplätzen beginnen. Die Bauzeit für das Gesamtprojekt schätzen die Geschäftsführer auf etwa ein Jahr. Anfang 2018 ist der Innenausbau vorgesehen, im Frühjahr soll das Lager im neuen Gebäude in Betrieb genommen werden und ab Mitte 2018 soll dann die Produktion der Pulverlacke im Neubau anlaufen.

Quelle: Südkurier